Während sich das Jahresende anschleicht, wieder einmal schneller als vermutet, hat Zeitmanagement-Coach André Bosse zu einer Blogparade aufgerufen. Das Thema: „Eigentlich wollte ich ja …“ Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber dazu habe ich einiges zu sagen. Vor allem zum Jahresende. Ich fang mal an, und du kannst ja sehr gerne kommentieren oder selbst an der Blogparade teilnehmen.
Eigentlich wollte ich ja … ach, so vieles
Der Satz „Eigentlich wollte ich ja …“ ist tief in unserem Sprachgebrauch verankert. Auch in meinem. Vor allem bei privaten To-dos sagen wir ihn schnell. Etwa bei längst überfälligen, aber wichtigen Themen wie …
- … dem Anruf bei Oma und Opa,
- … dem Besuch im Fitnessstudio,
- … einem ausgedehnten Spaziergang unter der Woche.
Genauso schnell vergessen wir diese Punkte aber auch wieder.
Irgendetwas ist in unserer schnelllebigen Zeit ja immer und wir schieben Dinge schnell beiseite.
Bei Business-relevanten Themen ist „Eigentlich wollte ich ja …“ oft gravierender, weil dringlicher. Denken wir etwa an die Umsatzsteuervoranmeldung oder die Aktualisierung der Salespage. Vor allem von Menschen mit vielen Interessen und mehreren Businesses höre ich das oft. Irgendwas ist da immer. Auch ich kenne das.
Zum Jahresende, wenn wir unsere Ziele fürs Jahr hervorkramen, schelten wir uns dann fürs Nichtstun.
In diesen Momenten sollten wir uns dringend an folgende drei Punkte erinnern:
- Niemand schafft alles, was er*sie sich vorgenommen hat.
- Du hast stattdessen tausend andere Dinge getan.
- Schnapp dir eine kleine Sache von deiner Ziele-Liste und mach sie einfach noch.
Meine astrologischen Big 3: ein Streitgespräch
Bei mir ist „Eigentlich wollte ich ja …” oft mit (semi-)lustigem Gezanke meiner astrologischen Big 3 verbunden. (Deine Big 3 findest du übrigens in deinem Geburtshoroskop.)
Meine Big 3 – Steinbock-Sonne, Zwillinge-Aszendent, Skorpion-Mond – stehen sich nämlich gerne gegenseitig im Weg. Das liegt daran, dass sie sehr gegensätzlich sind und unterschiedliche Energien beinhalten. Das schafft einen schönen Ausgleich, weil beispielsweise 3 x Steinbock, Zwilling oder Skorpion als Big 3 sehr herausfordernd wäre. Aber die Vielfalt in den Big 3 bedeutet eben auch, dass es unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse gibt.
So, jetzt lauschen wir mal meinen Big 3, also psst 🤫
Steinbock-Sonne: Jetzt bringen wir den Blog so richtig auf Vordermann. Der hat richtig Potenzial.
Zwillinge-Aszendent: Au ja, ein neues Projekt. Aber lass uns vorher noch fix die Landingpage optimieren.
Skorpion-Mond: Och nö, ich fühl’s nicht.
Zwillinge-Aszendent: Dann machen wir einfach doch den Podcast. Das wollten wir schon so lange.
Steinbock-Sonne: Fokus, Leute, Fokus!
Wer von den dreien die Oberhand behält, kommt ganz auf die aktuellen astrologischen Konstellationen an. Ist der Skorpion-Mond durch einen Transit aktiviert, muss ich „Ich fühl’s nicht“ noch mehr als sonst berücksichtigen, denn der Skorpion-Mond will mir immer etwas sagen. Dann gilt es zunächst einmal loszulassen und Steinbock-Sonne sowie Zwillinge-Aszendent beruhigend zuzureden. Ihre Zeit kommt. Spätestens wenn Saturn oder Merkur durch Transite oder Auslösungen stark angesprochen sind.
Meine persönlichen Top 3 aus der „Eigentlich wollte ich ja …”-Kategorie für 2025
1. Ich wollte einen Podcast launchen
In meinen Notizbüchern steht seit Jahren, dass ich einen Podcast starten will. Es gab schon verschiedenste Konzepte und Namen, sogar Titelfotos. In 2025 sollte es soweit sein. Auf meiner Wünsche-Liste für 2025 stand der Podcast weit oben.
Was habe ich nicht gemacht? Einen Podcast gelauncht.
Warum? Mitte 2025 habe ich gemerkt, dass ich mich verzettelt habe, zu viele lose Enden habe. Dadurch wurde nichts richtig fertig. Nur ich bin am Ende fix und fertig.
Was habe ich stattdessen getan? Ich habe meinen Newsletter durchgezogen. Ich habe mich auf dieses Projekt fokussiert, auch wenn die Abonnent*innenzahlen noch nicht durch die Decke gehen oder besonders viel Umsatz entsteht. Aber er wärmt mein Herz und das meiner Leser*innen. Er hat Potenzial. Im Dezember gibt es sogar einen Adventskalender: Dezember-Magie. Den hätte ich mit einem Podcast-Projekt parallel definitiv nicht geschafft.
Mein Learning für dich: Manchmal müssen wir Projekte beiseite schieben, damit andere ihr Potenzial entfalten können.

Der Adventskalender Dezember-Magie schenkt dir:
- Klarheit, innere Ruhe und Gelassenheit,
- einen positiven Blick auf 2025, selbst wenn es schwierig war,
- Vorfreude auf 2026 statt Stress und Druck,
- magische Augenblicke und astrologische Einblicke.
PS: Der Podcast ist noch nicht abgehakt, gerade entwickelt sich eine neue Idee in meinem Kopf …
2. Ich wollte einen erfolgreichen Blog
Im Sommer 2024 habe ich den Blog für mein Astro-Mentoring-Business gelauncht. Ich hatte mir für das Jahr 2025 vorgenommen, dass ich den Blog ins Laufen kriege und die Zugriffszahlen sichtbar steigere. Ja, ich wollte einen richtig viel gelesenen Blog …
Was hat nicht gekappt? Ich konnte meine Zugriffszahlen nicht steigern. Trotz aller SEO-Kurse.
Warum? Weil ich nach dem Launch der Website und des Blogs lange nicht ins regelmäßige Schreiben gekommen bin. Und ohne kann es keinen erfolgreichen Blog geben.
Was habe ich getan? Ich wusste, dass ich etwas verändern muss, dass ich Unterstützung brauche – deshalb habe ich mich bei The Content Society (TCS) angemeldet. Dort bloggt man gemeinsam, kann Fragen stellen und gibt sich gegenseitig Feedback. Das war genau die Community, die ich brauchte. Seitdem steigen auch meine Zahlen.
Mein Learning für dich: Das Wörtchen noch ist absolut unterbewertet. Und nicht alles muss man allein schaffen. Die richtige Unterstützung kann die Trendwende bringen.
3. Ich wollte meine Sportroutine wiederbeleben
Als Selbstständige ist es super wichtig auf die eigene Gesundheit zu achten, denn wenn wir es nicht tun, tut es niemand. Ernährung klappt durch meine Ernährungsumstellung vor acht Jahren recht gut. Pizza und Co. haben zu Hause keine Chance. Die gibt es nur in Ausnahmefällen und in Restaurants. Da schmecken sie sowieso besser. Aber der Sport … Ich war mal richtig fit, dann kam eine Frozen Shoulder rechts und dann eine Frozen Shoulder links. Sechs Jahre zog sich das. Die Bewegungseinschränkung machte meine vorherige Sportroutine unmöglich. Seitdem suche ich nach einer neuen Routine. Vor allem mit Blick auf die Perimenopause muss ich da echt in die Gänge kommen. Krafttraining muss eine Routine werden. So sehr, dass ich es sogar auf meine Wünsche-Liste fürs 4. Quartal 2025 gesetzt habe.
Was hat nicht gekappt? Ich bin nicht ins wöchentliche Training im Fitnesstudio gegangen. Immer nur ab und an. Im Sommer dann noch ein Sturz, der mich lahmlegte, Sportroutine adè. Auch das Krafttraining fand kaum statt.
Warum? Mir fehlte das richtige Programm und das ständige Anpassen von Übungen nervte.
Was habe ich getan? Ich habe mir Zuhause wieder die Mady Morrison-Videos zu Gemüte geführt, ergänzt um Gabi Fastner und Lena’s Health Lab. Die Abwechslung hilft, um eine Routine aufzubauen, die Spaß macht und einen niedrigen Nervfaktor hat. Eine richtige Routine ist noch nicht entstanden, aber mittlerweile habe ich 2 x die Woche ein Date mit Mady, Gabi oder Lena.
Mein Learning für dich: Manchmal muss man umdenken und etwas anderes probieren.
Okay, jetzt bin ich aber neugierig: Was fällt bei dir unter „Eigentlich wollte ich ja …” im Jahr 2025?














Hi Cindy,
toll, dass du mitgemacht hast. Ich habe mich sehr über deine Teilnahme gefreut und natürlich direkt mal nachgelesen, was dir zu diesem Thema eingefallen ist.
Und bei dem Punkt “Eigentlich wollte ich ja einen erfolgreichen Blog” habe ich mich auch direkt ertappt gefühlt. 🙂 Das ist bei mir dieses Jahr auch immer auf der Strecke geblieben. Für das kommende Jahr setze ich mir aber in dieser Hinsicht ambitionierte Ziele.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Erreichung deiner Ziele und der Umsetzung deiner Podcast-Idee.
Liebe Grüße
Hi André,
ja, der erfolgreiche Blog … Ich habe jetzt so im Nachhinein auch festgestellt, dass ich vielleicht Erfolg anders definieren darf bei diesem Thema. Denn ich bin drangeblieben und habe mir Unterstützung gesucht. Ich habe nicht alles brach liegen lassen, weil es nicht wie gewünscht lief. Vielleicht ist das ja auch eine Perspektive für dich 🙂
Liebe Grüße
Cindy
Deine drei Punkte aus der Einleitung sind so heilsam. Ich bin seit einiger Zeit auch viel weicher mit mir selbst, vor allem bei nichterledigten Zielen. Dass es im Grunde allen so geht, dass sie nicht alles umsetzen und dass manche Ziele vielleicht einfach doch nicht die richtigen waren, dürfen wir uns immer wieder vor Augen halten.
Ich habe diese Blogparade auch in meinem Entwürfeordner geparkt und daher hat mich deine Überschrift im TCS-Blogbot sofort angesprochen 🙂
Viel Freude mit deinen Zielen im nächsten Jahr!
Hej Angela,
wie schön, dass du beim Thema Ziele auch sanfter mit dir bist! So wichtig 🙂
Dein Hinweis, dass manche Ziele vielleicht einfach nicht die richtigen waren, ist so eine wichtige Ergänzung. Genau so ist es. Auch da dürfen wir ehrlich mit uns selbst sein und nicht zu sehr festhalten.
Wenn du deinen Blogpost zu dieser Blogparade auch noch veröffentlichst, muss ich da unbedingt reinschauen. Ich finde sowas ja immer unglaublich beruhigend und gleichzeitig inspirierend.
Liebe Grüße
Cindy